Online products demonstration with a Rollz consultant

Rollz Motion transformiert zu einem Parkinson-Rollator

Etwa elf Jahre nach ihrer Parkinson-Diagnose litt Ineke unter dem Symptom „Freezing“ und suchte nach einer Lösung. „Ich sagte zu meiner Freundin, dass es schön wäre, wenn Rollz eine Version für Parkinson-Patienten entwickeln würde. Und es stellte sich heraus, dass diese gerade erst veröffentlicht wurde!“

„Es ist schwer zu beschreiben, was in meinem Kopf vorgeht, wenn ich „gefriere“. Als es das erste Mal an einer Ampel passierte, herrschte in mir vor allem ein Gefühl der Panik: ‚Was soll ich tun, wenn der Verkehr wieder rollt?‘ Es fühlt sich so an, als würden meine Füße am Boden kleben bleiben.“

Ineke braucht bei einer solchen Blockade Hilfe von außen, um wieder auf die Beine zu kommen. Am liebsten möchte sie ihren eigenen Rollz Motion darauf einstellen lassen, da er ihr seit Jahren sehr viel Unterstützung bietet. Außerdem kann sie dann ihren eigenen Rollator-Rollstuhl weiterhin verwenden. Im Parkinson-Magazin sieht sie einen Rollz Motion Rhythm mit Parkinson-Modul. Würde das Parkinson-Modul wohl auch zu ihrem, bereits fünf Jahre alten Rollz Motion, passen?

Parkinson-Upgrade 5 Jahre nach dem Kauf

Diese kühne Dame, von 65 Jahren, fragt bei Rollz International, ob sie ihren Rollz Motion in einen Parkinson-Rollator umwandeln lassen kann. Eine Aufwertung erweist sich als möglich, da ihr Rollator noch in einem ausgezeichneten Zustand ist. Ineke ergreift diese Gelegenheit mit beiden Händen. “Wunderbar, dass ich es umbauen lassen konnte. Ich bin sehr froh, dass dieses Parkinson-Modul auch fünf Jahre später immer noch an meinem Rollator angebracht werden konnte!“

Der Erwerb ihres Rollators und Rollstuhls, in einem Gerät, geht auf das Jahr 2014 zurück. Zwei Wochen vor ihrem Urlaub hatte sie immer mehr Schwierigkeiten beim Gehen, erinnert sich Ineke. „Ich habe mich nicht mehr getraut, frei zu gehen.“ Ihre Parkinson-Krankheit, die sie seit 2008 hat, hatte sich verschlechtert. „Glücklicherweise habe ich eine Form von Parkinson, bei der die Verschlechterung sehr langsam voranschreitet.“ Um sich in den Ferien fortbewegen zu können, kaufte sie schnell einen einfachen Rollator für ein paar Zehner. „Ich wollte mir die Zeit nehmen später einen guten auszuwählen. Übrigens, der erste Rollator funktioniert noch, ich benutze den alten im Garten.“

Nach ihrem Urlaub suchte sie sich in einem nahegelegenen Sanitätshaus einen guten Rollator mit einer schönen Farbe aus. „Ich habe ihn sofort gefunden, einen fröhlichen Rollator in Eisblau, meiner Lieblingsfarbe: einen Rollz Motion. Und man kann ihn zudem auch in einen Rollstuhl verwandeln, das ist perfekt. Wenn ich nach einem langen Spaziergang müde werde oder wenn ich einen schlechten Tag habe, kann ich geschoben werden. Unterwegs sagen viele Leute: ‚Oh, Junge, was für ein schöner Rollator, schöne Farbe!‘.“

Während eines Kreuzfahrturlaubs im Mittelmeer bemerkte sie den Unterschied deutlich. „Dieser hier hat viel bessere Reifen, und das war auf einer griechischen Insel mit diesen holprigen Inselstraßen dringend nötig. Was für ein Unterschied. Als wir im September letzten Jahres in Wien waren, haben wir, für eine Fahrt durch die Stadt, einen Hop-on-Hop-off-Bus genommen.  Wir sahen genau diesen Rollz Motion in einem Schaufenster stehen.“

Parkinson-Modul mit drei Hinweisen

Das Parkinson-Modul, mit dem Ineke ihren Rollz Motion vor einem halben Jahr erweitert hat, liefert drei verschiedene äußere Reize: Vibrationen im Griff, Signaltöne in zwei Tonhöhen, in einem bestimmten Rhythmus, und eine Laserlinie auf dem Boden. Diese Hinweise von außen geben Menschen mit Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen, die Blockaden hervorrufen, einen Anreiz, aus einem Moment des „Freezing“ herauszukommen. Die rhythmischen Stimuli, die von der Gehhilfe gegeben werden, tragen ebenfalls dazu bei, ein gutes Gangbild zu erreichen.

Normalerweise verwendet Ineke den Hinweis mit rhythmischen Tönen und der Vibration in den Griffen. „Manchmal brauche ich diesen Rhythmus von außen, die Töne und Vibrationen, für einen längeren Zeitraum, dann wieder nicht. Wenn ich nicht in Bewegung komme, drücke ich den Knopf neben dem Griff, um die Hinweise zu starten. Diese helfen mir, den Gehrhythmus zu finden. Ein anderes Mal gehe ich einfach ohne Metronom weiter. Manchmal stelle ich sie auf 8x oder 16x, dann wieder auf 32x, genauso, wie ich mich fühle.“

Als sie zum ersten Mal das Parkinson-Modul ausprobierte, war der Ton ziemlich laut. „Jemand hat gesagt, gnädige Frau, es piepst! Nicht jeder rechnet mit einem Spaziergänger, von dem Töne kommen. Deshalb habe ich die Pieptöne, die den Gehrhythmus anzeigen, jetzt ganz leise gestellt. Gerade laut genug, um sie selbst zu hören.“ Ineke schaltet zusätzlich die Vibrationen in den Griffen ein, obwohl sie diesen Reiz lieber etwas stärker spüren würde.

Erstarren in verwirrenden Situationen 

Lady using a Rollz Motion walkerWenn Ineke weite oder lange Strecken laufen und an einer Ampel stehen bleiben muss, verwendet sie zusätzlich den Laser-Hinweis. „Bei einer solchen Straßenüberquerung brauche ich wirklich diesen Laserstrahl, um aus einem Moment des Stillstands wieder in Bewegung zu kommen. In ruhigen Straßen brauche ich das nicht, dort blockiere ich nicht.“

Das „Freezing“ passiert ihr nicht sehr oft, aber es ist schwierig. „Manchmal habe ich es und ein anderes Mal habe ich es nicht. Es kommt häufiger in verwirrenden Situationen vor, z.B. wenn ein Müllcontainer in der Mitte des Bürgersteigs steht. Dann denke ich: ‚Wie komme ich darüber hinweg?‘ und stehe wieder still…“ Auch wenn Ineke unterwegs mit einem Bekannten gesprochen hat oder wenn die Fußgängerampel wieder grün wird, kann es schwierig sein, mit dem Gehen anzufangen. „Ich habe nach einer Lösung dafür gesucht und sie jetzt gefunden. Wenn ich unter „Freezing“ leide schalte ich den Laser mit einem Knopfdruck ein. Der Laserstrahl sorgt dafür, dass ich mich traue einen Schritt darüber zu wagen und anschließend weiter zu gehen.“

Rollz-App auf dem Handy

Die begleitende Rollz-App auf ihrem Smartphone ist wirklich etwas für Ineke, sie gibt gerne über die App einen passenden Rhythmus vor, ein bisschen schneller oder langsamer. „Mein Handy ist voller Apps, ich probiere gerne alles Mögliche aus.“ Daher legt sie die Gehgeschwindigkeit, sowie die Dauer und Intensität der drei Hinweise, auf ihrem Telefon fest, obwohl dies auch auf dem Rollator-Modul selbst, mit den Plus- und Minus-Tasten, möglich ist. „Wenn ich ins Fitnessstudio gehe, ist es langsamer, wenn ich zurücklaufe, stelle ich es schneller ein.“

Manchmal schätzt sie sich selbst in Bezug auf das Tempo nicht gut ein und passt die Einstellung auf ihrem Mobiltelefon, während dem Laufen, an. Sie variiert auch in der Tonhöhe: „Dann mache ich eine andere Melodie. Oft setze ich mich zuerst auf meinen Rollator oder auf eine Bank oder an eine Mauer.“ Bei den Einstellungen der App braucht sie keine Hilfe von ihrem Physiotherapeuten. „Sie ist nicht sehr geschickt darin und es passt nicht zu ihr. Ich probiere gerne Online-Anwendungen aus, das ist ein Hobby.“

Krankenkasse hat Umstellungskosten erstattet 

Gewöhnliche Rollatoren und andere Gehhilfen werden in den Niederlanden seit 2013 nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. Allerdings kann ein Parkinsongehhilfe in den Niederlanden ganz oder teilweise aus der Grundversicherung erstattet werden, wenn der Antragsteller mit einer medizinischen Diagnose oder einer Überweisung des behandelnden Arztes nachweisen kann, dass er dieses Gerät wirklich benötigt.

Da Ineke selbst bereits einen Rollz Motion hatte, forderte sie von ihrer Krankenkasse lediglich die Kosten für die Umwandlung und erhielt diese in voller Höhe erstattet. Um den Antrag zu begründen, musste sie der Versicherungsgesellschaft eine Reihe von Dokumenten vorlegen, wie das Angebot, einen Bericht ihres Ergotherapeuten, des Physiotherapeuten und der Parkinson-Krankenschwester, sowie eine Unterschrift des Neurologen und später die Rechnung. „Es war ein ziemlicher Aufwand und es dauerte mehrere Wochen. Es ist gut, dass ich so hartnäckig bin, ich mache einfach weiter, und am Ende stand der Betrag auf meiner Rechnung.“

Die Schreifbremse bremst ordentlich 

Bald wird es auch eine Schleifbremse für den Rollz Motion geben, Ineke testet einen Prototyp. „Ich laufe gerade immer schneller und das ist nicht schön. Deshalb habe ich jetzt diese Schleifbremse. Es bremst mich ordentlich aus, wenn ich zu schnell gehe oder wenn ich meine Geschwindigkeit nicht kontrollieren kann, das fühlt sich gut an.“

Am Anfang hatte sie noch Angst, dass die Schleifbremse unterwegs, im falschen Momenten, unterwegs vollständig abfallen könnte. Das geschah einmal mit einem Fellow Roll Parkinson-Rollator die Ineke auf Anraten der Ergotherapeutin ausprobierte. „Das hat überhaupt nicht funktioniert, es hat mir nicht gefallen, wirklich wertlos. Aber ich bin über dieses Schleiftrauma hinweg, ich benutze es draußen fast immer.“

Zum Anfang erstmal Drinnen 

Drinnen benutzt Ineke ihren Rollz Motion um aufzustehen, wenn sie eine Weile gesessen hat. „Dann bin ich steif und habe Startprobleme. Dann benutze ich ihn, ein kleines Stück von etwa anderthalb Metern, als Stütze an der ich mich festhalten kann, um loszulegen. Danach kann ich darauf verzichten.“ Sie bewahrt den Rollator-Rollstuhl in der Nähe ihres Sessels auf. Wenn sie einmal einen schlechten Tag hat, nutzt sie ihn drinnen öfter.

Sie berichtet den Menschen regelmäßig von ihrer speziellen Parkinson-Version des Rollz-Motion. Sie hat bereits Präsentationen vor Interessierten aus der ergotherapeutischen und physiotherapeutischen Praxis gegeben und es ist eine Präsentation für ein Parkinson-Café, in ihrer Nachbarschaft, geplant.

Im Garten 

In dieser Zeit, mit Corona, findet man sie vor allem Drinnen und im Garten: „Da kann ich noch einige Meter laufen.“ Außerdem läuft Sie höchstens einmal um den Block und dann schnell zurück zu ihrer eigenen Wohnung und ihr Partner erledigt die Einkäufe. Ineke freut sich darauf, wieder öfter nach draußen zu gehen und mit der Fitness bei der Physiotherapie zu beginnen. Das alles allerdings mit Zeitfenster: „Ich merke, dass ich steifer werde, weil ich mich nicht so viel bewege, wie ich sollte.“

Möchten Sie mehr über den Parkinson-Rollator von Rollz erfahren? Sehen Sie sich die Rollz Motion Rhythm pagina auf unserer Webseite an.


Lesen Sie mehr Blogs: